Welt | Getreide | Kursentwicklung für Weizen und Mais

Chicago: Mais und Weizen verlieren gegenüber Vorwoche

27.05.2021 (AMI) – Während Weizen seine Talfahrt in der vergangenen Woche fortsetzte, konnte sich Mais am 26.05.21 knapp behaupten.

Die Kursverluste in Chicago für Weizen halten an. Bereits den achten Tag in Folge sind die Notierungen rückläufig.

Die jüngsten US-Ertragsprognosen belasten. Begünstigt durch Niederschläge, die Bedenken über eine anhaltende Trockenheit fortspülten, sowie wärmere Temperaturen in den Hauptanbaugebieten der USA gehen Beobachter des US-Landwirtschaftsministeriums von Rekorderträgen aus. Aber die Regenfälle sind nicht überall hochwillkommen. Die hohe Feuchtigkeit in Verbindung mit höheren Temperaturen fördert die Ausbreitung ertragsmindernder Krankheiten. Auch drücken große Körner den Proteingehalt, was für die Mühlen sehr ungelegen käme, da sie aufgrund der Dürre in North Dakota bereits um eine unzureichende Versorgung mit proteinreichem Sommerweizen fürchten.

Körnermais schloss am 26.05.21 mit einem leichten Plus. Wie Weizen profitiert Mais von den aktuell günstigen Vegetationsbedingungen in den USA mit Niederschlägen und höheren Temperaturen. Das zuletzt notierte leichte Plus basiert hauptsächlich auf die Hoffnung zunehmender Nachfrage aus China. Erst vor kurzem haben die dortigen Behörden eine Richtlinie herausgegeben, wonach künftig vermehrt Weizen und Mais anstelle von Soja als Rohstoff für die Herstellung von Futtermitteln in der Schweine- und Geflügelmast zur Anwendung kommen soll. Den Kursverlust vermag dies allerdings lediglich zu dämpfen. Noch ist der Druck zu hoch, der von den günstigen Vegetationsbedingungen und der zu nahezu abgeschlossenen Aussaat im Maisgürtel der USA ausgeht.

Sie wollen mehr erfahren? Die vollständige Analyse finden Sie im Onlinedienst Markt aktuell Getreide. Noch kein AMI-Kunde? Hier geht’s zum Shop.

Beitrag von Philipp Zimmermann
Produktmanager Agribusiness

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

Zurück

Das könnte Sie auch interessieren

Deutschland | Milchdauerwaren | Nachfrage

Feste Marktlage bei Milchmilchpulver hält an

11.11.2021 (AMI) – Bei Magermilchpulver haben sich die festeren Preisentwicklungen fortgesetzt. Hier führte die Verknappung des Angebotes und die belebtere Nachfrage zu weiteren Anstiegen.   Mehr

Europa | Ölsaaten | Kursentwicklung für Soja und Raps

Paris: Rapskurse drehen ins Plus

10.11.2021 (AMI) – Während die Pariser Rapskurse in den vergangenen Handelstagen einen Rückgang verzeichneten, legten sie zuletzt im Aufwind fester Sojanotierungen an der CBoT kräftig zu.   Mehr

Deutschland | Schweine | Erzeugerpreise

Wenig Änderung im Handel mit Schlachtschweinen

10.11.2021 (AMI) – Die Überhänge an schlachtreifen Schweinen scheinen hier und da zwar etwas kleiner zu werden, das Angebot fällt aber weiterhin groß aus. Einzig im Süden belebt sich der Handel teilweise, dennoch bleibt die Lage auch dort angespannt.   Mehr

Deutschland | Rohmilch | Erzeugerpreise

Flächendeckend höhere Auszahlungen

10.11.2021 (AMI) – Nach der Sommerdelle sind die Erzeugerpreise für Milch in Deutschland im September wieder stärker gestiegen. Dabei verstärkte sich der Zuwachs flächendeckend. In Folge der starken Preisanstiege an den Produktmärkten dürften im vierten Quartal weitere Aufschläge folgen.   Mehr

Deutschland | Geflügel | Marktversorgung

Erzeugung von Geflügelfleisch leicht gesunken

10.11.2021 (AMI) – Die schwierige Marktlage seit dem Jahr 2020 bremste die Expansionsmöglichkeiten der deutschen Geflügelbranche. Auf Basis der verfügbaren Daten schätzte die MEG für 2021 sogar eine Verringerung der Bruttoeigenerzeugung um 1,0 % auf 1,78 Mio. t.   Mehr

Europa | Rinder | Erzeugung

Rückgang bei der Erzeugung von Rindfleisch in der EU prognostiziert

10.11.2021 (AMI) – Nachdem die Rinderbestände europaweit nach und nach gesunken sind, fällt auch die produzierte Rindfleischmenge Jahr für Jahr geringer aus. Besonders deutliche Rückgänge in der Rindfleischerzeugung sind in Frankreich und Deutschland zu beobachten.   Mehr

Europa | Sonnenblumen | Ernte

EU-Ernte an Sonnenblumenkernen doch nicht auf Rekordhöhe

10.11.2021 In der EU-27 wurde im Jahr 2021 eine deutliche größere Ernte an Sonnenblumenkerne eingefahren als noch im Vorjahr. Auch der langjährige Durchschnitt wurde weit übertroffen. Doch der Rekordwert aus dem Jahr 2017 wird nicht getoppt.   Mehr

Deutschland | Rohmilch | Erzeugerpreise

Erzeugerpreise für Bio-Milch legen leicht zu

09.11.2021 (AMI) – Im September haben die Preise für ökologisch erzeugte Milch den kontinuierlichen Anstieg fortgesetzt. Vor allem die Erzeuger im Nordwesten Deutschlands erhielten mehr für ihren angelieferten Rohstoff. Die Milchmengen gingen dabei saisonal weiter zurück und die Nachfrage nach Bio-Milchprodukten war nach wie vor rege.   Mehr

Deutschland | Getreide | Verarbeitung

Immer weniger Roggen, immer mehr Dinkel

05.11.2021 (AMI) – Die Vermahlung von Getreide in Deutschland 2020/21 reduzierte sich gegenüber Vorjahr um 1,9 % und auch die Anzahl der Mühlen gab weiter nach.   Mehr

Deutschland | Milch & Milchprodukte | Preise

Knappes Angebot führt zu festen Preisen bei Milchprodukten

05.11.2021 (AMI) – Die Preise für Milchprodukte in Deutschland sind in den ersten zehn Monaten von 2021 produktübergreifend gestiegen. Ausschlaggebend hierfür war vor allem das begrenzte Angebot.   Mehr