Welt | Milch & Milchprodukte | Export

Weniger Milchprodukte international gehandelt

15.09.2022 (AMI) – Im ersten Halbjahr 2022 wurden in Summe weniger Milchprodukte am Weltmarkt umgeschlagen als ein Jahr zuvor. Vor allem Pulverprodukte waren in geringerem Umfang gefragt.

Von Januar bis Juni 2022 hat sich der internationale Handel mit Milchprodukten weiter abgeschwächt. Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum wurden in Milchäquivalent, gemessen an den zehn größten Exporteuren weltweit, knapp 5 % weniger Waren am Weltmarkt abgesetzt. Grund dafür dürften in erster Linie die gestiegenen Preise sein, die die Nachfrage dämpften. Aber auch Probleme in der Logistik und die Null-Covid-Politik in China beeinträchtige den Handel.

Vollmilchpulver mit deutlichem Rückgang

Der Absatz von Vollmilchpulver erfuhr mit einem Minus um gut 18 % den merklichsten Rückgang. Vor allem Neuseeland, mit Abstand der größte Exporteuer von Vollmilchpulver weltweit, führte 23 % weniger Ware aus als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die EU-27, der zweitgrößte internationale Anbieter, exportierte ebenfalls weniger in Drittstaaten. Hier ging das Angebot um 17% zurück. Mengenmäßig kleinere Exporteure wie Argentinien, Australien und die USA konnte hingegen mehr Ware am Weltmarkt absetzen. Dies kompensierte die Rückgänge jedoch nicht.

Auf der Nachfrageseite importierte in erster Linie China weniger Ware. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2021 gingen die Einfuhren um rund 6 % zurück. Auch mengenmäßig weniger bedeutende Länder, wie Sri Lanka und Brasilien fragten weniger Ware international nach.

Wie entwickelten sich die Absatzmöglichkeiten der bedeutenden Exporteure im Detail? Und welche Länder waren wichtige Abnehmer am Weltmarkt? Antworten auf diese Fragen finden Sie in einer ausführlichen Analyse im Markt aktuell Milchwirtschaft. Nutzen Sie die Bestellmöglichkeiten im Shop und sichern Sie sich noch heute Ihren Zugang zum Expertenwissen!

Beitrag von Juliane Michels
Marktexpertin Milchwirtschaft
Druckversion als PDF öffnen

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

Zurück

Das könnte Sie auch interessieren

Deutschland | Milch & Milchprodukte | Markttrends

Fit für die Zukunft mit dem Blickpunkt Milch

02.02.2018 (AMI) – Mit über 50 Teilnehmern können die AMI und der Rheinische Landwirtschafts-Verlag RLV auf einen gelungenen Start ihres gemeinsamen Tagesseminars „Blickpunkt Milch – Markt und mehr“ zurückblicken. Dazu trafen sich am 1. Februar 2018 Milcherzeuger, Direktvermarkter sowie Vertreter der Molkereien und der öffentlichen Hand in Bonn.   Mehr

Deutschland | Futtergetreide | Handel

Gerste wird für den Export gesucht

02.02.2018 (AMI) – Der Futtergetreidemarkt fokussiert sich erneut auf Gerste, während andere Getreidearten keine Rolle spielen, das spiegelt sich in den Preisen deutlich wider. Die Sorge vor einem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest belastet allerdings die Nachfrage der Mischfutterhersteller.   Mehr

Europa | Ölsaaten | Erzeugung

Rapsöl auf 18-Monatstief

01.02.2018 (AMI) – Der Preisdruck am Pflanzenölmarkt hält an. Während Sonnenblumenöl dem Trend trotzt kommt Rapsöl unter die Räder, denn die schleppende Nachfrage der Biodieselindustrie belastet.   Mehr

Deutschland | Rohmilch | Anlieferung

Milchanlieferung im Januar so hoch wie zur Milchspitze 2017

01.02.2018 (AMI) – Nach dem deutlichen Anstieg zum Jahresende hat sich das Milchaufkommen in Deutschland in den ersten Januarwochen auf dem erhöhten Niveau stabilisiert. Auch zu Beginn der zweiten Monatshälfte nahmen die Anlieferungsmengen nur geringfügig zu.   Mehr

Deutschland | Schweine | Erzeugerpreise

Schlachtschweinepreis auf 1,33 EUR/kg SG erhöht

31.01.2018 (AMI) – Das kleiner werdende Angebot an schlachtreifen Schweinen wird zügig von den Einkäufern der Schlachtereien nachgefragt. Das Aufkommen wird von 100 % kommend neu auf 95 % beziffert. Die Schlachtgewichte pendeln ebenso zurück. Regional könnten mehr Schweine als verfügbar vermarktet werden.   Mehr

Deutschland | Vieh & Fleisch | Marktprognose

Vorschau auf die Vieh- und Fleischmärkte im Februar 2018

31.01.2018 (AMI) – Der Nachhol- und Ergänzungsbedarf auf den Fleischgroßmärken und damit auch bei den Schlachtunternehmen wurde nach dem Jahreswechsel im Januar relativ rasch gedeckt. Zugleich fiel das Angebot an schlachtreifen Jungbullen in dieser Zeit eher umfangreich aus, die Preise standen zeitweise deutlich unter Druck.   Mehr

Deutschland | Schweine | Erzeugung

Große Verunsicherung durch die drohende Afrikanische Schweinepest

26.01.2018 (AMI) – Nur noch rund 300 km ist die Afrikanische Schweinepest (ASP) von Deutschland entfernt. Wildschweine und der Mensch sind Überträger des Virus. Durch kontaminierte und achtlos an Rastplätzen weggeworfene Essensreste kann die Seuche auch in Deutschland auftauchen. Der Branche würden bei Ausbruch Milliardenschäden entstehen.   Mehr

Europa | Getreide | Preise

Vereinigtes Königreich: Futterweizen bleibt gesucht

25.01.2018 (AMI) – Auch wenn sich in Paris die Weizenkurse abschwächten, in Großbritannien gaben die Preise nur unwesentlich nach. Stetige Nachfrage bei zugleich überschaubarem Angebot begrenzen den Rückgang.   Mehr

Europa | Ölsaaten | Erzeugung

Globale Sojaerzeugung nur knapp unter Rekordniveau des Vorjahres

25.01.2018 (AMI) – Im laufenden Wirtschaftsjahr dürfte weltweit die zweitgrößte Sojaernte seit Aufzeichnung eingefahren werden. Für Unsicherheit sorgt die Witterung in Argentinien, während Brasilien positiv überrascht.   Mehr

Deutschland | Milchdauerwaren | Preise

Deutlich mehr Magermilchpulver aus der Intervention verkauft

25.01.2018 (AMI) – Durch eine Belebung der Nachfrage und verbesserter Exportchancen auf dem Weltmarkt kam es zu einer Stabilisierung der Preise für Magermilchpulver. Bei dem vergangenen Ausschreibungsverfahren der EU-Kommission aus der Intervention wurde deutlich mehr Ware verkauft als zuvor, allerdings zu merklich niedrigeren Preisen.   Mehr